Dienstag, 30. April 2013

Sequoia National Park

Die Nacht war nicht so kalt wie erwartet und strahlender Sonnenschein hat uns geweckt. Tamo und Lino haben dann beim Frühstück kräftig mit den Campern von nebenan geschäkert.

Unser erster Stopp war am General Sherman Tree, dem Baum mit dem größten Stammumfang und der meisten Masse an Holz auf der Welt. Wieder sehr beeindruckend, uns haben aber die Redwoods noch besser gefallen. Die Sequoias stehen hier nur vereinzelt, während im Redwood NP ein Riese neben dem anderen stand.
Trotzdem ist es natürlich gigantisch, was die Natur hier wieder geleistet hat. Die Rinde sieht toll aus und wie die Bäume hier stehen, ist schon beeindruckend.

Der zweite Stopp führte uns zum Moro Rock, einem riesigen freistehenden Granitblock an einem Berghang. Die Straße war zwar für unseren RV offiziell nicht zugelassen, wir sind aber trotzdem locker hinaufgekommen. Oben folgte dann eine tolle Kletterei über einen sicheren und gut ausgebauten Steig bis auf den Gipfel des Blocks. Und die Aussicht war überwältigend! Schneebedeckte Berghänge, endlose Wälder, tiefe Schluchten mit Bächen und Wasserfällen, vereinzelte Granitblöcke, alles konnte bestaunt werden.

Anschließend sind wir die steile Serpentinenstraße aus dem Nationalpark in Richtung Süden hinausgefahren und sind in Richtung Los Angeles aufgebrochen. Zuerst sind wir dem Kaweah River gefolgt, haben einen sehr schönen Stausee passiert und sind dann wieder durch endlose Obstplantagen gefahren. Später änderte sich die Landschaft dann wieder zur bergigen Steppe und nach Bakersfield mussten wir uns dann noch einmal durch ein paar Berge kämpfen.

Ich durfte dann noch für 1 1/2 Stunden den Magischen Berg besuchen und endlich meine langersehnten Fahrten auf Revolution (die Bahn mit dem ersten Looping) und X2 genießen. Uli ist mit den Jungs in der Zeit shoppen gewesen.

Jetzt stehen wir in der Nähe des Parks in einem Wohnviertel und freuen uns auf den morgigen Tag im Six Flags Magic Mountain.

Highlights des Tages: dicke Sequoias, Moro Rock bestiegen

Extra Hightlights für Lars: 7 Achterbahnen und der höchste Freefall der Welt in knapp 1 1/2 Stunden





















Montag, 29. April 2013

Sequoia National Park

Nach einem entspannten Vormittag auf dem Campingplatz in Fresno und unserem ersten Frühstück in unserem "Vorgarten" hatten wir noch gut 90 Minuten Fahrt zum Sequoia National Park vor uns.
Die Straße war gesäumt von Obstplantagen - jede Menge Orangen, Erdbeeren, Äpfel und Weintrauben. Ansonsten war die Landschaft sehr flach und vertrocknete Wiesen vermittelten ein Bild von Steppe. Am Horizont zeichneten sich dann aber die Berge ab und es ging kontinuierlich bergauf bis zum Nationalpark.

Der Sequoia National Park ist im Vergleich zum Yosemite sehr leer, es ist auch nur ein Campingplatz offen. Die Sommersaison beginnt hier erst am 1. Mai.
Die Berge haben uns aber bisher nicht weniger beeindruckt. Die ganz großen Bäume haben wir zwar noch nicht gesehen. Das heben wir uns für morgen auf. Heute war die Landschaft von riesigen Felsen und Steinplatten geprägt. Die laden ein zum drauf rumklettern.
Eine Wanderung führte uns heute mal wieder zu einem Wasserfall. Wir sind am Fluss entlang gewandert, haben beobachtet wie die reißende Strömung Stöcke mitnimmt, sind über viele kleine Bäche gelaufen, die durch die Schneeschmelze überall aus dem Berg kommen und haben am Ende des Tals den Wasserfall und die beeindruckenden Schneereste bestaunt.

Unser Nachtlager liegt jetzt auf auf ca. 2500m und wir sind alle ganz schön geschafft. Gestern hatten wir noch 36 Grad, heute Nacht wird es sicherlich nochmal sehr kalt.
Morgen freuen wir uns auf die dicken Sequoias.

Highlight des Tages: Topokah Falls Trail



















Sonntag, 28. April 2013

Yosemite NP entspannt

Die Nacht im Wald war sehr ruhig und um 7:00 sind wir auch schon in Richtung National Park aufgebrochen. Diesmal war es auch bei weitem nicht so voll und wir konnten ganz entspannt an mehreren Aussichtspunkten Stopps einlegen und Bilder des tollen Tals im Morgengrauen schießen.

Das Frühstück gab es dann auf dem letzten Parkplatz im Tal und die anschließende Wanderung ging auf einem leeren Trail in Richtung Mirrorlake. Tamo konnte klettern und mit Stöcken spielen und Uli und ich haben einfach nur diese unglaublichen Granitwände bestaunt. Kurz hinter dem See haben wir dann ein kleines Picknick gemacht und den Rückweg angetreten. Jetzt kamen uns auch schon deutlich mehr Menschen entgegen.

Wir sind dann aus dem Tal hinausgefahren, haben noch an mehreren Punkten gehalten und ein leckeres Mittag an einem Wildbach gegessen. Die anschließende Fahrt aus dem NP hinaus hat dann wieder schlagartig die Landschaft geändert, von Wäldern zu flachem Land mit Obstplantagen und riesigen, verdorrten Weiden.

Als kleines Luxus haben wir uns heute einen Campground in Fresno mit allen Annehmlichkeiten gegönnt. Strom, Laundry, Pool und vor allem sehr warmen Temperaturen - tagsüber 36 Grad! So sitzen wir um 22 Uhr noch in kurzen Sachen vor dem RV, hören das Plätschern des Brunnen und genießen unsere Zeit hier!

Highlights des Tages: Halfdome, Viewpoint ins Yosemite Tal, Baden im Pool



























Samstag, 27. April 2013

Yosemite National Park

"Wow" und "Oh mein Gott" lagen heute sehr dicht beieinander.

Wir haben hinter einer Touristen Info unseren RV abgestellt und recht gut übernachtet. Bis ins Yosemite Valley waren es nur noch ein paar Meilen, diese kämpften wir uns dann aber schon Stoßstange an Stoßstange die Berge hinauf und ahnten, dass es recht voll werden würde. Als wir dann aber schon am Parkeingang zum Bezahlen endlos anstehen mussten, wussten wir, dass ein Besuch an einem Samstag eine sehr blöde Idee war.
Alle Campgrounds waren schon durch Reservierungen ausgebucht. An den Mainspots hatten wir mit unserem RV große Mühe, einen Parkplatz zu finden und am Ende vom Tal hatten wir gar keine Chance auf eine Parkmöglichkeit!

So haben wir unseren Plan spontan geändert und das Beste aus der Situation gemacht. Zuerst haben wir natürlich trotzdem die Fahrt in das Tal genossen, die unglaubliche Aussicht auf die Granitriesen in uns aufgesaugt und den reißenden Fluss im Tal beobachtet.

An den Bridalveil Falls haben wir dann etwas abseits geparkt und uns diesen sehr hohen Wasserfall angesehen. Die Menschenmassen sind nur die 500 m bis zum Aussichtspunkt gelaufen, so dass man nach wenigen Metern mehr den Ausblick auf den Wasserfall, die angrenzenden Wände und den El Capitan genießen konnte.

Nachdem wir dann am Ende des Tals keinen Parkplatz gefunden haben, haben wir den Rückweg angetreten und einen Picknickplatz direkt unter dem El Capitan angesteuert. Dort gab es Essen und wir haben uns ein paar Kletterer an einer etwas "kleineren" Wand angesehen.

Von einem Ranger haben wir dann den Tipp bekommen, außerhalb des Nationalparks einfach abseits der Hauptstraße im Wald zu campen. Und so stehen wir in absoluter Ruhe mitten im Wald, genießen die Natur und werden morgen sehr früh noch einmal vor allen anderen ins Yosemite Valley fahren.

Highlights des Tages: überwältigende Aussicht, unglaublich hohe Wasserfälle, riesige Granitwände

Lowlights des Tages: Menschenmassen auf den Hauptwegen, Blechlawinen ohne Ende





















Freitag, 26. April 2013

Discovery Kingdom

Heute stand der erste Freizeitpark auf dem Plan.

Ca. 30 Meilen östlich von San Francisco liegt das Discovery Kingdom, eine Mischung aus Achterbahnen, Zoo und Aquarium. Rechtzeitig vor Parköffnung fuhren wir auf den Parkplatz und durften erst einmal 25$ für unseren RV bezahlen! Dafür haben wir dann aber auch am letzten Ende des Areals parken dürfen...

Egal, die Skyline mit den vielen Achterbahnen sah vielversprechend aus und die ersten Probefahrten wurden durchgeführt. Tamo ist dann staunend durch den Park gelaufen und hat erstmal aufgezählt, was er alles fahren möchte. Der Park hat auch sehr viele Kinderfahrgeschäfte, und so konnten Uli und ich abwechselnd mit den Achterbahnen fahren und Tamo hatte ebenfalls seinen Spaß. Natürlich hat er Bugs Bunny, Tweety und Co. geknuddelt.

Allerdings sind die Sicherheitsbestimmungen und die Bedienung der Fahrgeschäfte etwas "gewöhnungsbedürftig" für uns. Jedes!!! Kind wurde bei jedem!!! Fahrgeschäft gemessen, auch wenn es gar keine Größenbeschränkung in Begleitung eines Erwachsenen gab. Bevor die Achterbahn oder das Fahrgeschäft gestartet wurde, haben sich die RideOps dreimal mit der Hand vor der Stirn um sich selbst gedreht! Und erst dann ging es los...

Dadurch haben wir dann doch das eine oder andere Mal etwas länger gewartet, obwohl der Park eigentlich nicht sehr voll war. Am Ende haben wir aber alles geschafft und hatten viel Spaß.

Besonders hat Tamo natürlich die Delfinshow gefallen. Die Trainer haben wirklich tolle Dinge mit den acht Delfinen gezeigt. Aber auch das Walross hat ihn zum Staunen gebracht. Laut klatschend und blubbernd ist es am Fenster hin und her geschwommen.

Highlights des Tages: Tamos strahlende Augen, Medusa, Superman und die Delfinshow

Lowlight: Uli wurde mit dem schlafenden Lino aus der Seelöwenshow geworfen, weil keine Kinderwagen erlaubt waren. Die dicken Amis in ihren Rollstühlen waren aber kein Problem...